New Directions in Manual Therapy

Viszerale Therapie (Organbehandlung)

Aus der Quelle der Osteopathie hat sich insbesondere im letzten Jahrzehnt ein neuer Schwerpunkt für die Manualtherapie entwickelt: die manuelle Behandlung der inneren Organe. Obwohl dies auch in asiatischer und Volksmedizin seit langem bekannt ist, war Organbehandlung unabhängig von chirurgischen und pharmakologischen Eingriffen in der westlichen Medizin unbekannt. Jetzt wird der Einfluss der inneren Organe auf den Bewegungsapparat erkannt und wissenschaftlich untersucht. Insbesondere hat der französische Osteopath Dr. Jean Pierre Barral, D.O. durch langjährige mühsame, wissenschaftliche Arbeit viszerale Behandlungen verfeinert und damit eine eigene Therapieform in der Osteopathie geschaffen.

Viszerale Therapie

Manuelle Therapie ist uns normalerweise bekannt als eine Behandlung für den Bewegungsapparat. Dies ist das harte Gerüst des Körpers mit den Knochen und ihren Gelenken, den Muskeln, die diese bewegen, und dem Bindegewebe, welches alles zusammenhält. Das ist für die meisten Therapeuten ein vertrautes Gebiet.

Aber nur ein Zentimeter tiefer innerhalb dieser Karosserie findet der Manualtherapeut eine ihm häufig fremde komplexe Welt von mit Luft und Flüssigkeit gefüllten Säcken und Röhren. Hier befindet sich unsere Überlebensfabrik. Diese verschiedenen Strukturen haben auch Artikulationen, obwohl sie als “weiche Gelenke“ im Vergleich zu den bekannten härteren Artikulationen des Bewegungsapparates angesehen werden. Sie haben Bindegewebe, welche sie in Beziehung miteinander halten. Jede Struktur pulsiert sowohl mit seiner eigenen rhythmischen Vitalität als auch mit den anderen Körperrhythmen in einem endlosen Tanz.

Da diese inneren Strukturen auch Artikulationen haben und durch Bindegewebe mit anderen Strukturen verbunden sind, verhindert abnormaler Tonus, Vernarbungen oder Positionsänderungen ihre Beweglichkeit. Wenn sich ein inneres Organ nicht mehr normal bewegen kann, arbeitet es nicht nur gegen andere Organe, sondern auch gegen Muskeln, Faszien und Knochenstrukturen und wird dadurch ein chronischer Herd für weitere Funktionsstörungen.

Durch ihre Einbettung in das Bindegewebe und über Rückmeldungen durch das nervale System können sie Auswirkungen sowohl auf den Bewegungsapparat als auch auf das Craniosacrale System haben. Sie stellen oft das fehlende Glied zwischen diesen beiden Systemen dar, besonders in der vollständigen Auflösung komplexer Störungen.

Viszerale Therapie ist eine sanfte, spezifische Art von manueller Mobilisation der Bindegewebe der inneren Organe, die zum Ziel, hat normale Beweglichkeit, Tonus und organinhärente Motilität der Viszera und ihrer Bindegewebe zu fördern.

Viszerale Therapie Praxis

Diese Mobilisationen haben die Möglichkeit, normale Mobilität eines inneren Organs mit seinem Umfeld, in dem es sich befindet, herzustellen und dadurch die gesamte strukturelle Integrität des Körpers zu verbessern. Durch die daraus resultierende Anregung der Autoregulation kann sich auch die Funktion des Organs verbessern und dadurch weit reichende Effekte erzielt werden.

Die Kurse sind in 4 Teile von jeweils 5 Tagen eingeteilt:

  1. VT 1 - Verdauungssystem
  2. VT 2 - Tiefe Bauchorgane
  3. VT 3 - Urogenitalsystem
  4. VT 4 - Thorax

Zusätzlich bieten wir 3 Sonderkurse:

an der Schule für Craniosacrale Osteopathie Rudolf Merkel in der Schweiz an.

Hinweis

Der Kurs VT 2 baut auf VT 1 auf. VT 3 und VT 4 können nach VT 2 genommen werden.

Vorkenntnisse in Craniosacraler Therapie werden empfohlen, da sie das Verständnis für die Viszerale Therapie erleichtern.

Kommentare

Kommentare anderer Teilnehmer zu diesen Kursen.